Art and the Blockchain

Szenische Lesung von The Sphere (Sara De Vylder, Olle Saloranta Strandberg) und Diskussion mit Erik Bordeleau

The Sphere ist eine radikal innovative peer-to-peer Community-Plattform für Selbstorganisation in den darstellenden Künsten. Bei The Sphere arbeiten Künstler*innen und Technolog*innen zusammen, um ein Gefüge von sogenannten Smart Contracts zu programmieren, die Gelder in Verbindung mit Performance-Projekte verteilen. Diese halbautomatischen Programme sind die “digitalen Seelen” von The Sphere. Ziel ist es, die Arbeitsmöglichkeiten für alle Teilnehmer*innen voranzutreiben und das Ökosystem der darstellenden Kunst sowohl materiell als auch künstlerisch zu fördern. Als kollaborative aufstrebende Infrastruktur ist The Sphere ein Appell, die traditionellen Rahmenbedingungen der kulturellen Produktion zu hinterfragen und mit ihnen zu experimentieren. Durch das Einbeziehen der Beteiligten und ihrer Beiträge in den kreativen Prozess und durch die Kreation von fairen sozio-finanziellen Anreizen, die das kollektive Verhalten positiv beeinflussen sollen, fördert The Sphere den Geist einer spekulativen Großzügigkeit. Der potentielle Erfolg einer einzelnen Performance wird somit zum Katalysator für die gesamte Gemeinschaft.

Erik Bordeleau ist ein „flüchtiger“ Finanzplaner bei der Economic Space Agency (ECSA) und Forscher am SenseLab (Montreal, Concordia University). Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von politischer Philosophie, Finanztheorie, zeitgenössischer Kunst und Medienwissenschaft. Derzeit arbeitet er an der Erstellung eines Master-Programms für Kryptoökonomie am Global Center for Advanced Studies (GCAS) und genießt von Zeit zu Zeit den diskreten Charme des Prekariats.

Bild: The Sphere